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Es gibt mehr als genug Lebensmittel in der Welt um die gesamte Bevölkerung zu ernähren. Warum sind dann mehr als 840 Millionen Menschen immer noch hungrig?

Teilweise ist unser auf Fleisch basierender Speiseplan daran schuld, da das Land, Wasser, und andere Bodenschätze die für die Landwirtschaft zur Ernährung der Menschen genutzt werden könnten, stattdessen zur Ernährung der Farmtiere genutzt wird. Nach einem jüngeren Bericht von " Compassion in World Farming, "Getreide das gebraucht wird um die Hungrigen zu versorgen, wird stattdessen benutzt um Tiere, die als unsere Nahrung herangezüchtet werden zu mästen." Man benötigt bis zu 16 Kilo Getreide um nur 1 Kilo essbares Tierfleisch produzieren zu können.

 

Durchschnittlich verbrennt ein erwachsener Mensch etwa 2,000 Kalorien täglich. Wir vebrauchen fast alle von uns konsumierten Kalorien bei der Bewegung, beim Atmen, und bei den täglichen Aufgaben. Das gleiche trifft auf Farmtiere zu. Für jedes Kilo Futter das man ihnen gibt, wird nur ein kleiner Teil der Kalorien in Form von essbarem Fleisch gespeichert. Der verbliebene Rest dieser Kalorien wird verbrannt, bringt das Tier aud das Schlachtgewicht oder zeigt sich in Form von Federn, Blut und anderen tierischen Teilen die nicht von Menschen gegessen werden. Aus diesem Grund müssen Schlachttiere mehr als 16 Pfund Getreide essen um auch nur 1 Pfund essbares Fleisch abgeben zu können.

Da die Industrienationen Getreide in die Entwicklungsländer exportieren und das damit produzierte Fleisch wieder importieren, werden Bauern, die versuchen sich eigenständig zu ernähren, von ihrem Land vertrieben. Ihr effizientes, auf Pflanzen basierendes Agrikulturmodell wird mit der Intensivviehzucht ersetzt, die widerum die Luft und das Wasser verschmutzt und das einst fruchtbare Land abgestorben und ausgedörrt hinterlässt.

Wenn diese Tendenz anhält, werden die Entwicklungsländer niemals in der Lage sein genug Getreide anbauen zu können um sich selbst zu ernähren und globaler Hunger wird weiterhin Hunderte Millionen von Menschen rund um die Welt plagen. Der " Guardian" erklärt dass es derzeit nur eine Lösung dieser Hungersnot gibt: "Es scheint nun eindeutig zu sein dass eine [vegane Diät] die einzige ethische Antwort auf die dringendsten sozialen Gerechtigkeitsthemen sein kann."

Je mehr wir essen, umso weniger Menschen können wir ernähren. Wenn jeder auf der Erde 25 Prozent seiner Kalorien aus tierischen Produkten beziehen würde, könnten sich nur 3.2 Billionen Menschen ausreichend ernähren. Wenn wir diese Zahl auf 15 Prozent reduzieren, würde das bedeuten das 4.2 Bllionen ausreichend ernährt werden können. Würde jeder vegan leben, gäbe es mehr als genug Essen um die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren - mehr als 6.3 Billionen Menschen. Das WorldWatch Institut fasst die Situation perfekt zusammen: " Der Genuss von Fleisch basiert auf einem unzureichenden Verbrauch des Getreides - das Korn wird effektiver genutzt wenn es von Menschen konsumiert wird. Der anhaltende Anstieg des Fleischverbrauchs ist an die Getreideverfütterung an Tiere gebunden, und schafft somit eine Konkurenz zwischen den wohlhabenden Fleischessern und den Armen dieser Welt."

Die Produktion von Getreide das gebraucht wird um Schlachttiere zu ernähren verlangt nach grossen Wassermengen. Es werden ca 1200 Liter Wasser täglich gebraucht, um Nahrung für Veganer herzustellen, und 16 000 Liter täglich für die Nahrungsproduktion der Fleischesser. Man spart mehr Wasser indem man auf ein Kilo Fleisch verzichtet, als wenn man sich ein Jahr lang nicht duscht.

 

Es sollte also niemanden überaschen, dass die Nahrung der Veganer auf einem Sechstel des Ackerlandes produziert wird, als die Nahrung eines Fleischessers. Wenn wir das gesamte Ackerland unseres Planeten addieren und gleichmässig aufteilen, wird jeder Mensch 2/3 eines Ackers bekommen - mehr als genug einen Menschen mit vegetarischer Diät zu ernähren, aber nicht annährend genug einen Fleischesser zu unterstützen.

Dr. Waldo Bello, Direktor des "Institute for Food and Development Policy", fasst zusammen dass das Züchten von Tieren zum Zweck der Ernährung eine Vergeudung darstellt. Er führt aus, "Das Ernährungssystem der Fast-Food Diät und die Angewohnheit des Fleischessens der Wohlhabenden unterstützt dass weltweit Nahrungsmittel den Hungrigen entzogen werden." Untersuchungen des Welthungers zeigen dass wir genügend Nahrung haben um die Veganer zu ernähren, jedoch nicht annährend genug um die Fleischabhängigkeit unterstützen zu können.